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Wenig Platz im Studium

Die Universität St.Gallen hat ein Platzproblem. Die Hauptbauten des Campus auf dem Rosenberg sind für die heutige Anzahl Studierender zu klein.

Etwas über 8300 Studierende, Tausende von Teilnehmenden an Weiterbildungsprogrammen, über 98 Professorinnen und Professoren, fast 500 Dozierende und Forschende sowie gesamthaft über 2900 Mitarbeitende gestalten in St.Gallen einen Denk-, Forschungs- und Lehrplatz – die Universität St.Gallen.

Die Infrastruktur des Campus unterstützt die Studierenden beim individuellen und gemeinsamen Lernen. Die Anordnung der Gebäude auf einem Gelände ermöglicht kurze Distanzen zwischen den Vorlesungs- und Lehrräumlichkeiten. Die derzeitige Kapazität des Campus (Lehrgebäude, Bibliothek, Lernzonen, Mensa und Sporthalle) liegt bei 5000 Studierenden. Da aktuell an der Universität über 8300 Studierende Vorlesungen besuchen, in der Bibliothek lernen, sich im Selbststudium weiterbilden und sich in Lerngruppen organisieren, prägt Raummangel den universitären Alltag.

Die Hörsäle sind vielfach überfüllt.

Audimax-12

Grosse Pflichtveranstaltungen müssen per Video in weitere Räume übertragen werden, da die Hörsäle bis an die Kapazitätsgrenzen ausgelastet sind. Die Unterrichtszeiten sind von montags bis donnerstags bis 22 Uhr und freitags bis 21 Uhr ausgedehnt worden, da andernfalls Seminare und Kurse aufgrund fehlender Räume nicht stattfinden könnten. Aus diesem Grund muss teils auch an Samstagen bis 16 Uhr unterrichtet werden. Die angemietete Liegenschaft an der Tellstrasse 2 und das Provisorium für die Lehre auf dem Campusgelände vermögen die Platznot an Lehrräumen zu entschärfen, lösen sie aber nicht langfristig. Die Lern- und Arbeitsplätze in der Bibliothek und in den Lernzonen sind bereits am frühen Morgen und den ganzen Tag hindurch belegt.

Studierende in Gruppen 75

Ein grosser Teil der Studierenden findet dadurch auf dem Campus keine geeigneten Lernorte.

Prüfungen finden aufgrund des Platzmangels auch ausserhalb des Campus in angemieteten Räumen statt. Diese müssen für die Dauer der Prüfung aufwendig umgestaltet werden.

2.1.1_Zulassungprüfung

Im Vergleich zu anderen Schweizer Universitäten und Fachhochschulen ist an der HSG das Verhältnis der Raumkapazität zur Anzahl Studierender unterdurchschnittlich.

Universitätsbibliothek als Ort des Lernens

Die Universität hat in der Vergangenheit die Kapazität der Lehrräume kontinuierlich mit Anmietungen und Provisorien erweitert. Im Gegensatz dazu ist die Universitätsbibliothek nach wie vor für lediglich 3500 Studierende ausgelegt bei aktuell über 8300 Studierenden. Besonders gravierend ist die Platznot vor der Prüfungsphase, weil die Bibliothek ein beliebter Lernort ist.

Professor Anne van Aaken UNISG

Die Universitätsbibliothek ist ein zentrales Element der Universität und dient der Lehre wie auch der Forschung und Weiterbildung primär in den an der Universität gelehrten und geforschten Gebieten Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften. Die Bibliothek ist als Ort des Lernens und Wissens allen Universitätsangehörigen sowie der interessierten Öffentlichkeit zugänglich. Derzeit bietet die Universitätsbibliothek auch nach Auslagerung von 200‘000 Medien in ein Depot lediglich 400 und während der Vorprüfungszeit zusätzliche 100 Lernplätze an. Dies entspricht nur der Hälfte der gemäss internationalen Standards notwendigen Lernplätze. Ausgegangen wird von 10-15 % der Anzahl Studierenden, bei 8300 Studierenden würde das 830-1250 benötigten Lernplätzen entsprechen. Deshalb sind die Lernplätze nicht nur während der Prüfungsvorbereitungszeit vollumfänglich ausgelastet.

Eine Erweiterung der Universitätsbibliothek ist dringlich. Sie soll insbesondere um Lernplätze ergänzt werden. Das kantonale Baudepartement evaluiert im Rahmen einer künftigen Erweiterung der Universität auch Möglichkeiten eines Ausbaus der Universitätsbibliothek.

 

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