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Die HSG und ihre regionalen Effekte

Die Universität St.Gallen leistet einen namhaften Beitrag zur Wertschöpfung und damit zum regionalen Volkseinkommen für die Region Appenzell AR – St.Gallen – Bodensee. Die Universität ist eine wichtige Bildungseinrichtung für Studierende aus der Region und gehört zu den grössten Arbeitgebern.

4.0.1

Bildungsinstitutionen fördern in ihren Standortregionen den Wissensaustausch, das kulturelle und soziale Leben sowie die Wirtschaft. Direkte volkswirtschaftliche Effekte entstehen zum einen durch die wirtschaftlichen Aktivitäten der Hochschulen selber und zum anderen durch die Ausgaben der Studierenden, Dozierenden und Teilnehmenden von Weiterbildungsveranstaltungen und Tagungen sowie die Steuerzuflüsse der Mitarbeitenden. Hochschulen schaffen direkt und indirekt Arbeitsplätze in der Region, da sie Arbeit- und Auftraggeber sind. Effekte auf den Tourismus entstehen durch Übernachtungen dank Kongressen, Tagungen oder Seminaren. In St.Gallen und der Region wird jede 5. Logiernacht durch die Universität ausgelöst.

Volkseinkommen von über 200 Millionen Franken

Die Universität St.Gallen, die Studierenden sowie die Teilnehmenden von Weiterbildungsveranstaltungen gaben zusammen im Jahr 2013 über 430 Mio. Franken aus.

So bringt jeder Studierende durchschnittlich 24’000 Franken an Kaufkraft in die Region. Die Universität St.Gallen leistete 2013 einen Beitrag zur Wertschöpfung und damit zum regionalen Volkseinkommen für die Region Appenzell AR – St.Gallen – Bodensee von rund 207 Mio. Franken. Dies entspricht 901 Franken pro Einwohnerin und pro Einwohner. Der Region St.Gallen fliessen damit erhebliche Zahlungsströme zu.

Die Wertschöpfung der HSG für die Agglomeration betrug das Vierfache der Investitionen des Kantons St.Gallen: Der finanzielle Beitrag des Kantons an die Universität betrug 50.9 Mio. Franken.


Studierende

Trotz hoher Attraktivität für ausländische Studierende ist die Universität St.Gallen eine wichtige Bildungseinrichtung für Studierende aus der Region. 876 Studierende (11,4%) stammen aus dem Kanton St.Gallen. 1681 Studierende (21,9%) hatten vor Studienbeginn ihren Wohnsitz in der Ostschweiz. Die Anzahl der Studierenden aus der Ostschweiz blieb über die Jahre konstant. 2013 wohnten von rund 20‘000 HSG Alumni 10% in der Region Appenzell AR – St.Gallen – Bodensee und 10% arbeiteten auch dort. Die Anzahl der in der Region arbeitenden HSG-Alumni hat zugenommen (+3% zu 2010). Die Universität leistet somit einen Beitrag zur Verringerung des so genannten Brain-Drain, eines Know-how-Verlusts von gut Ausgebildeten durch einen Wohnortwechsel, der ohne die HSG wohl noch höher ausfallen würde.

Mit mehr als 2700 Beschäftigten gehört die Universität St.Gallen zu den zehn grössten Arbeitgebern im Kanton St.Gallen. 62% der Angestellten wohnen in der Region Appenzell AR – St.Gallen – Bodensee.

Wohnort-Personal_2015

Abbildung: Wohnort der Mitarbeienden, Quelle: Universität St.Gallen

 

Gründungen

An der Universität St.Gallen widmet sich im Besonderen die Einrichtung start-up@HSG dem Thema Unternehmensgründungen. 2013 fanden rund 300 Gründungsberatungen statt. Zusammen mit der Fachhochschule St.Gallen, der EMPA sowie der Stadt St.Gallen organisiert sich die HSG zudem in der Initiative STARFIELD. Dieses übergeordnete Projekt – organisiert in einer Stiftung und in einem Verein – widmet sich der Förderung von Innovationen und Jungunternehmen in der Ostschweiz und im internationalen Bodenseeraum. 2013 betreute diese Organisation 98 Projekte.

 

Öffentliche Vorlesungen

Die Universität St.Gallen bietet seit ihrer Gründung im Jahr 1898 jährlich öffentliche Vorlesungen an. 2014 begrüsste sie rund 4000 Hörerinnen und Hörer in über 70 Vorlesungen. Da es sich bei den Vorlesungen in der Regel um 90-minütige Abendveranstaltungen handelt, richtet sich dieses Angebot vorwiegend an ein städtisches bis regionales Publikum. Seit 2008 sind die öffentlichen Vorlesungen mit der Vorlesung «Die HSG in der Region» zu Gast in den Regionen der Ostschweiz. 2004 wurde an der HSG die schweizweit erste Kinder-Uni ins Leben gerufen. Die vier Vorlesungen im Jahr 2013 wurden von rund 2000 Kindern aus St.Gallen und Umgebung besucht.

Kinderuni Prof. Fleisch Unisg

Mediale Ausstrahlung

Die Aktivitäten der Universität St.Gallen wirken sowohl innerhalb der Region als auch darüber hinaus. Die Universität wird einerseits innerhalb der Region als Akteurin wahrgenommen und andererseits bewegt sie sich in einem nationalen und internationalen Umfeld. 2013 erschienen mehr als 10‘000 Beiträge in regionalen, nationalen und internationalen Medien, was einem errechneten Werbewert von rund 25 Mio. Franken entspricht. Pro Tag ist die Universität – und damit auch St.Gallen – 32 Mal in den Medien vertreten, davon zweimal in führenden internationalen Medien.

Die Universität St.Gallen löst erhebliche – und mit steigender Studierendenzahl wachsende – regionalwirtschaftliche Effekte in der Region aus.

Den vollständigen Bericht über die regionalen Effekte der Universität St.Gallen können Sie unter folgendem Link einsehen: http://www.unisg.ch/region

Regional vernetzt

Die Universität St.Gallen engagiert sich in mehreren lokalen und regionalen Netzwerken wie:

  • IBH – Internationale Bodensee Hochschule
  • IHK – Industrie- und Handelskammer St.Gallen-Appenzell
  • KGV – Kantonaler Gewerbeverband St.Gallen
  • SGBA – St.GallenBodenseeArea
  • WISG – Wirtschaft Region St.Gallen

 

(Quelle: Regionale Effekte der HSG – Bericht der Universität St.Gallen für das Jahr 2013)

 

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