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Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um die HSG-Erweiterung.

 

1. Weshalb braucht es eine Erweiterung der Universität St.Gallen sowohl am Platztor wie auch auf dem Rosenberg?

Die Projektentwicklung hat gezeigt, dass eine Erweiterung ausschliesslich am Standort Girtannersberg (Rosenberg) nur mittels einer hochverdichteten Bauweise und unter voller Ausschöpfung sämtlicher dort verfügbaren Landreserven möglich wäre. Um dies zu vermeiden, auch damit künftige Generationen noch über Landreserven verfügen, sowie um das Quartier Rotmonten zu entlasten, wurde für die Erweiterung ein zweiter Standort am Platztor (beim Unteren Graben) geprüft. Das Areal befindet sich an zentraler Lage in der Stadt und ist vom Standort «Girtannersberg» (Rosenberg) innerhalb von 15 Gehminuten erreichbar.

Am heutigen Standort soll der Campus künftig für rund 5’500 Studierende angelegt sein. Die Kapazität der Bibliothek liegt seit Jahren bei 3500 Personen (bei aktuell über 8000 Studierenden). Aus diesem Grund soll die Universitätsbibliothek am bestehenden Standort Rosenberg vergrössert werden, damit die Studierenden mehr Arbeits- und Lernplätze erhalten. Auf dem städtischen Areal Platztor ist ein neuer Standort für Lehre und Forschung geplant mit einer Kapazität für rund 3’000 Studierende. Auch soll es dort für das Vollzeit-MBA-Programm der Weiterbildung sowie für Drittnutzungen Raum geben.

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2. Weshalb beschränkt die Universität St.Gallen nicht die Studierendenzahl?

Eine in der Schweiz anerkannte gymnasiale Maturität erlaubt den prüfungsfreien Übertritt in jeden Studiengang einer Schweizer Universität (ausser der Medizin). Die Universität St.Gallen ist verpflichtet, Schweizer Maturitäten anzuerkennen und Zugang zum Studium zu gewähren. Eine Beschränkung wäre nur über ein Numerus Clausus (Kontingentierung der Studierendenzahl)  möglich und würde einen Bruch im Schweizer Bildungssystem bedeuten. Für ausländische Studierende besteht an der HSG seit den 1960er-Jahren mit der 25%-Quote eine Begrenzung, welche vom kantonalen Universitätsgesetz gestützt wird. Deren Umsetzung läuft über eine Zulassungsprüfung.

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3. Zwischen 2006 und 2011 wurde die HSG zuletzt umgebaut und saniert. Warum ist wieder eine Erweiterung nötig?

Am 5. Juni 2005 stimmte die Bevölkerung des Kantons St.Gallen mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit der Vorlage für die Sanierung und Erweiterung der Universität St.Gallen zu. Am 16. September 2011 wurde der sanierte und erweiterte Campus mit einer Kapazität für 5000 Studierende eröffnet. Das Ziel des Projektes bestand darin, die bestehenden Gebäude zu erhalten und den veränderten Bedürfnissen anzupassen. Ausserdem wurden die notwendigen Erweiterungen realisiert, um den gestiegenen Studierendenzahlen gerecht zu werden. Bei der Planung wurde davon ausgegangen, dass sich die Anzahl der Studierenden mittelfristig auf dem damaligen Niveau einpendeln würde. Entgegen den Erwartungen verzeichnet die Universität St.Gallen seit dem Jahr 2005 jedoch einen erneuten Zuwachs an Studierenden. Die Gründe hierfür sind vielfältig: die demografische Entwicklung, die zu einem generellen Anstieg der Studierendenzahlen an Schweizer Hochschulen geführt hat, die erhöhte nationale und internationale Mobilität der Studierenden infolge der Bologna-Reform sowie die Attraktivität eines qualitativ hochwertigen Studiums an der Universität St.Gallen. Bei derzeit über 8000 Studierenden ist das heutige Raumangebot somit bereits wieder zu klein.

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4. Wie viel kostet die Erweiterung der Universität St.Gallen?

Aufgrund des aktuellen Projektstandes können die Gesamtkosten des gesamten Bauvorhabens noch nicht näher beziffert werden. Neben Kanton und Bund sollen sich auf jeden Fall auch Donatoren sowie Dritte an der Finanzierung beteiligen. In der kantonalen Investitionsplanung ist für die Erweiterung der Universität zurzeit ein kantonaler Beitrag von 140 Millionen Franken eingestellt.

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5. Wie geht es mit dem Projekt weiter?

Umfangreiche Bauprojekte benötigen einen grossen zeitlichen Vorlauf. Bei kantonalen Bauaufgaben wie einer Erweiterung der Universität St.Gallen sind u.a. die kantonale Beschlussfassung in verschiedenen Instanzen, eine Volksabstimmung und eine öffentliche Ausschreibung Teil des Zeitplanes.

Das Stadtparlament hat den Grundstücksverkauf des Areals Platztor an seiner Sitzung vom 18. November 2014 beraten und dem Verkauf zugestimmt. Am 26. Februar 2015 starteten die Testplanungen für die Areale Girtannersberg und Platztor. Sie zeigten in einer ersten Phase Möglichkeiten einer Bebauung und Nutzung auf. Konkret ging es darum, welche Gebäude auf den Arealen entstehen und wie sie genutzt werden könnten, wie die Areale verkehrstechnisch zu erschliessen sind und welche Freiräume geschaffen werden. Die Testplanungen dienen als Grundlage für die Erarbeitung eines Masterplans und eines Sondernutzungsplanes.

Die Testplanungen haben gezeigt, dass die Erweiterung in zwei voneinander getrennten Bauprojekten vollzogen werden kann. Für das Areal Platztor zeigte sich, dass eine verdichtete Bauweise städtebaulich verträglich ist. Am Standort Rosenberg sollen das Bibliotheksgebäude saniert und mit einem Ergänzungsbau erweitert werden.

In einem nächsten Schritt werden die Projektdefinitionen für die beiden Standorte erarbeitet. Im Herbst 2016 wird die Regierung die Projektdefinitionen beraten. Voraussichtlich bis Ende 2018 erfolgen für das Bauprojekt am Standort Platztor die parlamentarischen Verfahren und die Volksabstimmung. Mit einem Baustart am Standort Platztor ist aus heutiger Sicht im Jahr 2023 zu rechnen

6. Was geschieht mit dem Naturgarten und den Familiengärten am Rosenberg?

Nach Abschluss der Testplanungen hat sich gezeigt, dass ein Teilbereich der Familiengärten für den Ergänzungsbau am Girtannersberg benötigt wird. Hinzu kommt, dass zusätzliche Flächen während der Bauarbeiten für die Baugrube, Zufahrten und Installationen wie zum Beispiel Baucontainer oder Kräne genutzt werden. Weiter soll der Naturgarten im Sinne eines nachhaltigen und ganzheitlichen Konzeptes auf dem Areal integriert werden. Das Baudepartement hat dem Familiengärtnerverein Wienerberg und dem Naturschutzverein St.Gallen zugesichert, dass die heutigen Flächen bis mindestens Herbst 2018 genutzt werden können.

Rund die Hälfte der Familiengärtner wohnt in den umliegenden Quartieren der HSG. Die Stadt St.Gallen hat zugesichert, die interessierten Familiengärtner bei der Suche nach einem alternativen Familiengarten zu unterstützen. In einem nächsten Schritt werden die Projektdefinitionen für die beiden Standorte erarbeitet.  Die Familiengärtner und der Naturschutzverein können voraussichtlich im Herbst 2017 über das weitere Vorgehen informiert werden, wenn die Planung für den Ergänzungsbau weiter fortgeschritten ist.

7. Was geschieht mit den bestehenden Nutzungen wie dem Gewerbe und der „Offenen Kirche“ auf dem Platztor-Areal?

Die «Offene Kirche» auf dem Gelände ist nicht mehr im Inventar der schützenswerten Bauten. Im Rahmen einer Interessenabwägung wurde die Arealentwicklung höher gewichtet als der Erhalt der Liegenschaft. Die Betreiber wurden informiert, dass das Areal mittel- bis langfristig für ein öffentliches Neubauprojekt vorgesehen ist und werden von der Stadt in der Suche nach einer alternativen Liegenschaft unterstützt. Der grösste Teil des auf dem Gelände befindlichen Gewerbes steht in einem Mietverhältnis. Nach Möglichkeit werden die Unternehmen bei der Suche nach einer neuen Immobilie unterstützt.

8. Werden der neue Standort Platztor und der bisherige Standort Girtannersberg mit einem Verkehrsmittel verbunden?

Für eine öV-Verbindung zwischen Platztor und Campus auf dem Rosenberg sind verschiedene Varianten denkbar (Standseilbahn, Lift etc.). Konkret ausgearbeitet ist derzeit noch keine Erschliessungsvariante. Entsprechend sind auch keine Kosten veranschlagt. Dies erfolgt frühestens mit dem Bauprojekt.


16 Kommentare für “Die häufigsten Fragen

  1. Stefan K ·

    Existiert zu diesem Projekt eine Nachhaltigkeits-Beurteilung aus welcher hervor geht ob es sich um eine enkeltaugliche Lösung handelt?

    1. Kanton St.Gallen - ce ·

      Vielen Dank für Ihre Anfrage. Aktuell laufen die Testplanungen, die Möglichkeiten einer Bebauung und Nutzung der Areale aufzeigen. Die Testplanungen dienen als Grundlage für die Erarbeitung eines Masterplans. Eine Nachhaltigkeitsbeurteilung für die Standorte Girtannersberg und Platztor wird nach Beendigung der Masterplanung mit der Projektdefinition Anfang 2016 erstellt.

  2. Werner ·

    Wieso wird der Master „Banking and Finance“ an der HSG nur auf Englisch angeboten?
    Ist es empfehlenswert (oder sogar pflicht) das Assessment Jahr, mit Major BWL, an der HSG auf dem Englischen Track zu absolvieren wenn man später den Masters „Banking and Finance“ wählen möchte?
    Meine Muttersprache ist Englisch,
    Kindheitssprache ist Deutsch.
    Danke für die Antwort.

  3. Jamil ·

    Wird ein Schweizer mit ausländischem Wohnsitz und einem durch St.Galllen anerkannten A-level Abschluss als Ausländer bezeichnet und muss bzw eine Aufnahmeprüfung absolvieren?
    Oder folgt keine Aufnahmeprüfung?

  4. Karl Hardegger, Klosterweidlistrasse 1b, St. Gallen ·

    Der Vorstand und die Familiengärtner wurden im späten Sommer 2013 über die Erweiterung der Universität informiert. An dieser Orientierung gingen Vorstand und Mitglieder davon aus, dass nur das Grundstück am Rosenberg für die gesamte geplante Erweiterung der HSG zur Verfügung steht. Schon damals wurde unsererseits darauf hingewiesen, dass wir Gärtner nicht verstehen würden, wenn die Gärten einem Park weichen müssten. Inzwischen stellt St. Gallen ein zweites Grundstück im Stadtzentrum für den Ausbau zur Verfügung. Damit liegt eine neue Ausgangslage vor. Uns Familiengärtnern scheint es möglich, sowohl die Bibliothek wie auch Gärten auf diesem Grundstück im Sinne eines Miteinanders zu realisieren, insbesondere, da Studenten und Gärtner die Umgebung nicht zum gleichen Zeitpunkt beanspruchen (z.B. während Hauptsaison im Garten sind aufgrund von Semesterferien weniger Studenten hier).
    Auch fragen wir Gärtner nach dem Sinn, eine mehr als 70 Jahre dauernde „Zwischenlösung Familiengärten“ auf Baulandreserven durch eine neue „Zwischenlösung Park“ zu ersetzen. Der jetzt geplante Ausbau der HSG wird ja kaum der letzte sein…

    1. Stadt St.Gallen - sh ·

      Die Projektentwicklung hat gezeigt, dass eine Erweiterung ausschliesslich am bestehenden Standort nur mittels einer hochverdichteten Bauweise und unter voller Ausschöpfung der dort verfügbaren Landreserven möglich wäre. Um dies zu vermeiden sowie um das Quartier Rotmonten zu entlasten, erfolgt die Erweiterung an zwei Standorten. Wie die konkrete Ausgestaltung aussieht, wird die Projektdefinition für das Gesamtareal zeigen, die bis Ende 2015 ausgearbeitet wird.

      1. Kurz Jürg, Präsident FGV-Wienerberg ·

        Gut warten wir also, dass wir als Interessengruppe Familiengartenverein Wienerberg in die Planungen mit einbezogen werden.

      2. Manser Niklaus ·

        „Die Angst vor dem Uni-Ausbau“
        Gedanken zum Zeitungsartikel im Tagblatt vom 15.05.2015
        —–
        Im Tagblatt las ich oben erwähnten Zeitungsartikel und dachte dabei folgendes:

        Ist es vielleicht möglich, AUF dem neuen Gebäude die Familiengärten zu planen? So wäre beiden geholfen und falls es wieder ein Flachdach gibt, bestimmt auch machbar, denke ich.
        Auf das Dach würde man dann über eine Feuertreppe gelangen, die aussen am Gebäude angebracht und durch ein Schloss gesichert ist. Auch hätte es rund um die Gärten es natürlich ein Geländer, damit keine Sturzgefahr besteht.

        Freundliche Grüsse
        Niklaus Manser

        P.S.
        Hier ein link, den ich auf die Schelle fand: http://nutzdach.ch/

        1. Kanton St.Gallen - ce ·

          Grüezi Herr Manser,
          Zurzeit werden die Testplanungen zur Erweiterung der HSG erarbeitet. Mit der Testplanung soll eine nachhaltige Entwicklung der Universität auf mittel- und langfristige Sicht ermöglicht werden. Dazu wird ein Bebauungs-, Erschliessungs- und Freiraumkonzept entwickelt, das die funktionalen, betrieblichen und wirtschaftlichen Anforderungen erfüllt. Die Testplanungen werden zeigen, welche Teile des Areals am Standort Rosenberg betroffen sein werden. Dies gilt auch für die Familiengärten. Im Spätsommer/Herbst 2015 werden die Betreiber der Familiengärten über das weitere Vorgehen informiert.

  5. Gabrielle Mathieu ·

    Howdy.
    This is about the community gardens next to the University. I hope you’ll take a minute to read my story. I’ll try to keep it short.
    I’m a Texas transplant with Swiss roots. For years I tended my ¾ of an acre in Austin, Texas, through mild winters and scorching summers. When I decided to use my Swiss passport and Swiss-German language skills to land a job in St. Gallen, the hardest part was leaving my olive tree, my Meyer lemon, the patio with its hot tub and subtropical borders of ginger and eucalyptus.
    We sold our Texas house at a small profit in the middle of a bad recession. I consoled myself with thinking we’d be able to make a down-payment on some property here.
    Four years later I realized that was never going to happen unless I was ready to live in a box, or in a place where I’d need a four-wheel drive to come to work. In the summer of 2014 I found the perfect rental—a third-story flat five minutes away from the Weinerberg Family Gardens. As soon as we had the rental contract signed, I put my name on the waiting list for a garden plot.
    My husband and I thought we were lucky to get a well-maintained plot only a month later. The previous renter, a stone-mason, put in paths, borders, even a pond with water lilies. We were ecstatic. I ordered all the things I couldn’t grow in Texas’s hot climate: peonies, antique roses, bluebells. I had my sister bring over Heirloom seeds from the USA: Hungarian blue poppies, white scalloped squash, Indonesian Cosmos, and sorrel…
    Maybe I was naïve to think these gardens could continue to exist alongside a rapidly expanding university. But I like to think not.
    Everything needs a balance. I’ve always liked that about Switzerland. It’s a modern, progressive country that manages to hold on to a rich, agrarian tradition.
    By the same token, I would like to think the university can provide for its students without bull-dozing our little plots just to make a park.
    Our Family Garden is a park already—a park full of social diversity and biological diversity. Why tear this all down just for a few trees and benches?
    Surely there’s some way to find a compromise. I for one invite the university to engage in creative dialogue with us.

    Warm regards,
    Gabrielle Mathieu
    Tannenstr 13.
    9000 St. Gallen

    1. HSG - js ·

      Grüezi Frau Mathieu,
      Mit der Erweiterung der HSG am Girtannersberg (Rosenberg) wird das Ziel verfolgt, ein für die gesamte Campusanlage betrieblich sowie für das Quartier ortsbaulich verträgliches Projekt zu entwickeln. Der Kanton als Grundeigentümer und Bauherr bekennt sich zu einer naturnahen und gehaltsvollen Aussenraumgestaltung. Was das konkret bedeutet wird die Projektdefinition für das Gesamtareal zeigen, welche bis Ende 2015 ausgearbeitet wird. Der Kanton ist zusammen mit der Stadt bestrebt, die Betreiber der Familiengärten bei der Suche nach anderen Standorten in der Stadt zu unterstützen.

  6. S.K. ·

    Eine mögliche Lösung für Platzprobleme wäre doch dass man z.B. Vorlesungen aufzeichnet und diese zu Hause als Podcast im Intranet anschauen kann. Dies hat auch den Vorteil, dass Studenten die nebenbei noch arbeiten die Vorlesung nicht verpassen. An anderen Unis wie z.B. Uni Zürich wird dies schon seit Jahren erfolgreich praktiziert.

    1. HSG - js ·

      Der Austausch zwischen den Studierenden, Studierenden und Dozierenden sowie zwischen Lehre und Forschung setzt eine physische Nähe voraus. Der Erfolg der HSG liegt auch in ihrem Campus-Gedanken, der auf Interaktionsmöglichkeiten und den Wissensaustausch setzt. Podcasts bewähren sich sicherlich als Wissensvermittler, können aber den in den Sozialwissenschaften wichtigen, direkten Austausch nicht ersetzen.

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