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Ein Prozess von Jahren

Umfangreiche Bauprojekte benötigen einen grossen zeitlichen Vorlauf. Bei kantonalen Bauaufgaben wie einer Erweiterung der Universität St.Gallen sind u.a. die kantonale Beschlussfassung in verschiedenen Instanzen, eine Volksabstimmung und eine öffentliche Ausschreibung Teil des Zeitplanes.

Das Stadtparlament hat den Grundstücksverkauf des Areals Platztor an seiner Sitzung vom 18. November 2014 beraten und dem Verkauf zugestimmt. Am 26. Februar 2015 starteten die Testplanungen für die Areale Girtannersberg und Platztor. Sie zeigten in einer ersten Phase Möglichkeiten einer Bebauung und Nutzung auf. Konkret ging es darum, welche Gebäude auf den Arealen entstehen und wie sie genutzt werden könnten, wie die Areale verkehrstechnisch zu erschliessen sind und welche Freiräume geschaffen werden. Die Testplanungen dienen als Grundlage für die Erarbeitung eines Masterplans und eines Sondernutzungsplanes.

Standort Platztor

Die Testplanungen haben gezeigt, dass die Erweiterung in zwei voneinander getrennten Bauprojekten vollzogen werden kann. Für das Areal Platztor zeigte sich, dass eine verdichtete Bauweise städtebaulich verträglich ist. In einem nächsten Schritt wird der Kantonsrat die Botschaft im Jahr 2018 beraten. Die Volksabstimmung ist für 2019 vorgesehen. Wie das Gebäude dannzumal aussehen wird, soll der anschliessende Architekturwettbewerb zeigen. Dieser erfolgt gemäss dem neuen Immobilienmanagement des Kantons St.Gallen nach der Abstimmung. Frühestmöglicher Baubeginn ist 2023, die Fertigstellung 2027.

Standort Rosenberg: Bibliothekgebäude

Am Standort Rosenberg sollen das Bibliotheksgebäude saniert und mit einem privat finanzierten Ergänzungsbau erweitert werden.

Geplant ist, die Vorlage der Sanierung für den Kantonsrat bis im Herbst 2017 zu erarbeiten. Der Kantonsrat wird über das Geschäft im ersten Halbjahr 2018 beraten. Da die Bibliothek während des Semesters stark genutzt wird, soll die Instandsetzung in drei aufeinanderfolgenden Jahren während der Sommersemesterferien realisiert werden. 2019 soll die Sanierung starten und 2021 abgeschlossen sein.

Standort Rosenberg: Learning Center

Die Realisation des HSG Learning Centers ist abhängig davon, ob bis Anfang 2018 ein mehrheitlicher Teil des Betrages sichergestellt werden kann. Das Learning Center soll über die HSG Stiftung finanziert werden. Für den benötigten Grundstücksanteil will der Kanton St.Gallen der HSG Stiftung ein Baurecht gewähren. Als nächster Schritt startet im August der Architekturwettbewerb. Der Baubeginn ist für 2019/20 vorgesehen, damit das Gebäude für das Frühlingssemester 2022 in Betrieb genommen werden kann.

2 Kommentare für “Zeitplan

  1. Wolfgang Stallmeyer ·

    Eine zehnjährige Planungs-, Entscheidungs- und Bauzeit ist deutlich zu lang. So etwas wäre in der freien Wirtschaft undenkbar.

    1. Kanton St.Gallen - ce ·

      Bauvorhaben der öffentlichen Hand in dieser Grössenordnung sind komplexe Projekte. So müssen die demokratischen Prozesse mit Entscheiden von Regierung, Kantonsrat und Volk eingehalten werden. Der Kanton muss sich sodann an die Gesetze des öffentlichen Beschaffungswesens halten, dazu zählt auch der zeitintensive Architekturwettbewerb. Die Unternehmen der Privatwirtschaft können wesentlich eigenmächtiger vorgehen. Das spart natürlich Zeit.

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